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Person des Alten Testaments

Abraham: Ein Glaubensweg beginnt in Harran

Abrahams Familie zog aus Ur in Chaldäa nach Kanaan, ließ sich jedoch in Harran nieder. Dort rief Gott Abraham, Land und Verwandtschaft zu verlassen und in ein Land zu gehen, das er ihm zeigen würde. Mit fünfundsiebzig Jahren brach er mit Sara und Lot aus Harran auf. Dieser Ort im Südosten Anatoliens wurde zum sichtbaren Anfang eines Weges ins Unbekannte im Glauben.

Abraham
Bild: József Molnár · Public domain

Genesis erzählt, dass Terach Abram, Sarai und Lot aus Ur nach Kanaan führte, die Familie aber in Harran blieb. Nach Terachs Tod forderte der Herr Abram auf, Land, Volk und Vaterhaus zu verlassen. Der Ruf war mehr als ein Ortswechsel: Er verlangte Vertrauen in Gottes Wort und einen Schritt in eine noch unsichtbare Zukunft.

Abraham verließ Harran mit Haus, Besitz und Dienern. Er baute Altäre, scheiterte, lernte zu warten und hoffte viele Jahre auf den verheißenen Sohn. Der Bund ruhte nicht auf seiner Vollkommenheit, sondern auf Gottes Treue. Harran bleibt daher die sichtbare Schwelle seines Glaubensweges.